Doping
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04. Okt 2007, 12:18 |
Doping |
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In diesem Forum fehlt eindeutig ein Doping-Thread!
Dabei gibt es trotz der vielen aufgedeckten Dopingfälle, von denen die Medien in den letzten Monaten voll waren, immer noch genügend Spekulationsstoff. Denn ich finde man muss sich ernsthaft fragen, wer oder was in dieser Sportwelt überhaupt noch echt ist? Und welche Leistung noch bewunderswert?
Ich denke, dass viel mehr Sportarten, Teams und einzelne Sportler "Dreck am Stecken" haben, ohne dass es bereits aufgeflogen ist. Andererseits tun mir die ehrlichen Sportler leid, weil ihr Beruf derart von Kollegen in den Dreck gezogen wird. Oder ist der Imageverlust des Sports gar nicht so gravierend?
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04. Okt 2007, 15:00 |
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Ich denke, wenn man Doping nicht wirksam verhindern kann (und danach sieht es ja aus), sollte man es offiziell erlauben. Dann haben immerhin alle die gleichen Chancen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Effekte, ob positiv oder negativ, von Doping besser zu erforschen. Das führt dann dazu, daß die Sportler letztlich besser geschützt sind, weil sie nicht im Verborgenen agieren müssen und besser medizinisch überwacht werden können. Die Leute sind ja erwachsen und müssen selber wissen worauf sie sich einlassen.
Wer seine Gesundheit durch Rauchen ruinieren will, darf das ja auch tun. Und wenn die Sportler dopen wollen, sollten Sie das tun können. Es wäre immerhin ehrlich. Ich glaube nämlich, daß im Leistungssport relativ viel gedopt wird. Teilweise kommen die Sportler auch in eine Zwangslage, weil sie dopen müssen, um überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben.
Das wäre sicher auch nicht anders, wenn man Doping erlauben würde, aber dann würden es sich mancher vielleicht vorher anders überlegen und einen anderen Weg als den Leistungssport einschlagen.
Man kann ja auch als Hobbysportler Spaß an der Bewegung haben. Oder vielleicht macht man auch 2 Ligen auf, eine für gedopte und eine für ungedopte Sportler?
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06. Okt 2007, 18:25 |
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Ronny hat geschrieben: Teilweise kommen die Sportler auch in eine Zwangslage, weil sie dopen müssen, um überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben. Ja, das ist ja das Problem. Jeder ehrgeizige Leistungssportler, der einfach Erfolg haben will, muss praktisch dopen. Gerechter (und einfacher) wäre es deshalb tatsächlich, wenn Doping einfach erlaubt wäre. Aber stell dir mal vor, es würde nach einem Beschluss offiziell bekanntgegeben werden, dass Doping jetzt erlaubt ist... da gäbe es einen riesen Imageverlust vonwegen "Ach, die können doch in echt alle nix". Der Sport würde an Glaubwürdigkeit und Ansehen verlieren, obwohl die Leistungen dann ja sogar vergleichbarer wären. Doping gilt einfach als "unsportlich".Ronny hat geschrieben: Oder vielleicht macht man auch 2 Ligen auf, eine für gedopte und eine für ungedopte Sportler? Das ist unrealistisch und außerdem müsste es in der dopingfreien Liga ja dann wieder umfangreiche Kontrollen geben, um Bedingungsgleichheit zu gewährleisten
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12. Okt 2007, 10:01 |
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Mit dem Doping ist es wahrscheinlich ähnlich wie mit den Suchtmitteln Tabak, Alkohohl oder Drogen. Diese Suchtmittel gibt es so lange der Mensch denken kann. Der Mensch möchte sich durch Suchtmittel in andere Bewußtseinszustände bringen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Jeder hat das mehr oder weniger schon an sich selbst erfahren. Plötzlich entstehen Probleme, die einen überfordern und da tun eine Zigarette oder ein Bierchen echt gut. Und weil es ja so viele machen, erscheint oder empfindet ma die dahinter steckende Gefahr nicht mehr so sehr.
So ist es auch bei den Drogen. Da es bereits sehr viele Sportler so machen, hat der einzelne Sportler kaum noch Alternativen. Entweder er macht mit oder die Siegchancen sinken.
Die Frage war, wie man Doping verhindern könnte. Meiner Meinung nach ist die unkontrollierte Einnahme von Doping nicht aufzuhalten.
Alle Drogen frei zu geben oder zwei Ligen zu machen sind interessante Lösungsideen. Natürlich besteht die Gefahr, daß es erst einmal Schäden geben würde. Aber sind diese Schäden auch größer als die, die entstehen würden, wenn wir alle so weiter machen.
Ich habe einmal von einem aufschlußreichen Versuch in Japan gehört. Einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen wurde ein Jahr lang völlig freigestellt, welche Nahrungsmittel sie zu sich nehmen möchten. Kuchen und Schokolade standen genauso ausreichend auf dem Tisch wie Brot, Obst und Gemüse. Es gab keinerlei Beeinflussung, jeder konnte seine Nahrungmittel und Getränke frei auswählen und eigenständig zusammenstellen.
Nach einem Jahr stellte man fest, daß sich die absolute Mehrheit dieser Kinder und Jugendlichen nach und nach immer gesünder ernährten. Die Erwartungen, es würde dreimal am Tag Kuchen oder Schokoladenpudding gespeißt, erfüllten sich nicht. Die Versuchspersonen befanden sich in einem vergleichsweise besseren gesundheitlichen Zustand als andere Kinder, die nicht am Versuch teilnahmen.
Die Versuchsreihen wurden aber abgebrochen, weil die Nahrungsmittel- und Werbeindustrie etwas degegen hatten.
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16. Okt 2007, 11:29 |
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Rentus hat geschrieben: Mit dem Doping ist es wahrscheinlich ähnlich wie mit den Suchtmitteln Tabak, Alkohohl oder Drogen. Diese Suchtmittel gibt es so lange der Mensch denken kann. Der Mensch möchte sich durch Suchtmittel in andere Bewußtseinszustände bringen. Ich glaube nicht, dass sich Sportler mit Doping in einen anderen Bewusstseinszustand versetzen wollen und auch nicht dass sie es aufgrund von Problemen tun, sondern einfach weil sie Erfolg haben wollen.
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19. Okt 2007, 14:18 |
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Rentus hat geschrieben: Mit dem Doping ist es wahrscheinlich ähnlich wie mit den Suchtmitteln Tabak, Alkohohl oder Drogen. Diese Suchtmittel gibt es so lange der Mensch denken kann. Der Mensch möchte sich durch Suchtmittel in andere Bewußtseinszustände bringen. 1. Tabak und Alkohol sind Drogen. Nur sind diese im Gegensatz zu anderen Drogen legal.
2. Der Mensch möchte nicht gezielt "Suchtmittel" einnehmen, die süchtig machende Wirkung ist eine ungewünschte Begleiterscheinung, die in Kauf genommen wird.
3. Durch den Konsum von Alkohol und Tabak will sich niemand in andere Bewußtseintszustände bringen, weil weder Alkohol und schon garnicht Tabak diese hervorrufen.
4. Das ganze hat, wie Frau Holle schon sagte, nichts mit Doping zu tun!
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10. Nov 2007, 10:42 |
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Durch die Einnahme von Drogen verändern die Sportler ihren körperlichen Zustand. Sie bekommen irgendwie mehr Luft und können dadurch größere Belastungen länger durchhalten. Das gibt Ihnen Sicherheit und führt zu der Überzeugung, für den Wettkampf bestens vorbereitet zu sein.
Schließlich geht es im Spitzensport auch um viel Geld.
Dieses Gefühl, sich optimalstens vorbereitet zu haben, beeinflußt unweigerlich auch die Psyche.
Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig und verändern sich dadurch.
Über diesen Weg bauen Spitzensportler mögliche körperliche wie auch psychische Hindernisse ab.
Natürlich resultiert der Griff zur Droge auch immer aus dem immensen Leistungs- und Erfolgsdruck.
So könnte ich mir vorstellen, denken und empfinden Sportler, die Drogen einnehmen. Und das Denken ist ja letzentlich auch entscheidend für unser Handeln.
Insofern finde ich schon, daß Drogen und Bewußtseinsveränderungen zusammen hängen. Und beim Alkohol merke ich ja selbst, wie sich mit jedem Glas die Psyche in Bezug auf Wahrnehmungen und Empfindungen verändert, auch wenn es äußerlich nicht immer zu sehen ist.
Letzentlich nehmen sich Drogen und Alkohol nicht viel. Beide befriedigen einen inneren Drang des Menschen und beide schaden ihm, auch wenn das konsumieren von Alkohol legal ist.
Aber eine Welt gänzlich ohne ein klein wenig Alkohol oder ein paar winzige Drogen, sollte es so sein?
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15. Nov 2007, 14:27 |
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Glaube trotzdem nicht, dass ein Grund für Doping ist, dass man als Sportler dann das Gefühl hat, sich optimalstens vorbereitet zu haben. Sondern man will den Körper über seine natürliche Grnze hinaus bringen. Weil das auch die Konkurrenz tut. Rentus hat geschrieben: Insofern finde ich schon, daß Drogen und Bewußtseinsveränderungen zusammen hängen. Natürlich, aber es geht ja hier eigentlich nur um Doping.Rentus hat geschrieben: Und beim Alkohol merke ich ja selbst, wie sich mit jedem Glas die Psyche in Bezug auf Wahrnehmungen und Empfindungen verändert, auch wenn es äußerlich nicht immer zu sehen ist.Letzentlich nehmen sich Drogen und Alkohol nicht viel. Alkohol sind ja auch Drogen, das bezweifelt auch niemand.
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21. Nov 2007, 15:03 |
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Natürlich muß und kann jeder Sportler selbst entscheiden, was es braucht, um bestmöglich auf einen Wettkampf vorbereitet zu sein.
Drogen können den Körper über seine Grenzen hinaus bringen, da stimme ich zu und das wissen auch Sportler.
Wenn ein Sportler weiß, wo sein Konkurrent steht und bereits erfahren hat, daß er diesen eigentlich nicht besiegen kann, gerät er unter Handlungsdruck.
Entweder er hört auf oder er sucht nach weiteren Möglichkeiten, seine Leistungen zu steigern.
Leistungen zu steigern bedeutet, sich noch intensiver und noch optimaler auf den Wettkampf vorzubereiten. Er muß gegebenenfalls über seine natürlichen Grenzen gehen, wie Frau Holle bereits sagte.
Und Siegprämien in Millionenhöhe besitzen auf jeden Sportler eine magische Anziehungskraft.
Sportler werden deshalb in aller Regel nichts unversucht lassen, dem Sieg ein Stück näher zu kommen.
Millionen Menschen nehmen fast arglos die Risiken eines Kredites auf sich, um sich möglichst sofort den sehnlichen Wunsch nach einer Reise oder einem neuen Auto erfüllen zu können.
Was danach kommt, wird meistens ausgeblendet. So ähnlich verhalten sich auch Sportler, die Drogen einnehmen.
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05. Dez 2007, 09:58 |
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Ich glaube dass alle Spitzensportler dopen. Vielleicht beendet z.B. Regina Halmich auch deshalb genau jetzt ihre Karierre, bevor sie dank Dopingkontrollen auffliegt.
Das ist nur eine Überlegung von mir, ich habe nichts dergleichen gehört aber bei ihren Leistungen in den vergangenen Jahren liegt der Verdacht für mich nahe.
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05. Dez 2007, 20:33 |
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Ich kann nicht verstehen wie man ohne auch nur irgendeinen Anhaltspunkt einer Sportlerin Doping unterstellen kann... Wenn du so davon überzeugt bist, dass alle Spitzensportler dopen, dann kannst du es ja auch allgemein formulieren und musst nicht einen bestimmten Namen nennen und in den Dreck ziehen. Okay, das hier heißt Gerüchte Forum, aber haltlose Gerüchte in die Welt zu setzen ist geschmacklos.
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09. Dez 2007, 15:04 |
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Irgenwie weiß leider keiner so recht, wie das Problem Doping gelöst werden soll. Jeder beschuldigt den anderen und so richtig verantwortlich fühlt sich letztendlich niemand.
Vielleicht sollte unsere Gesellschaft, wie auch bei der Lösung ähnlicher Probleme, erst einmal klein anfangen.
Ich fändes es gut, wenn unsere Kinder und Jugendlichen mehr Bildung und Aufklärung darüber erhalten würden, was Doping bedeutet, wo es herkommt und was es anrichten kann.
Durch Bildung und Erziehung müßten die Grundsteine dafür gelegt werden, daß nachwachesende Generationen mit diesem Thema einfach besser und zweckmäßiger umgehen können.
Nun höre ich die Politiker schon sagen, alles toll, alles prima, aber wer soll das bezahlen. Wahrscheinlich finden Politiker aus genau diesen Gründen auch keine Antworten auf die steigenden Drogen- und Alkoholprobleme unter Kindern und Jugendlichen wie auch der wachsenden Kinderarmut.
Das ist keine Tadelung unserer Politiker, es ist eine Überprüfung und Analyse ihrer Arbeit. Sie haben ein Wahlversprechen abgegeben, sich um die Probleme der Menschen zu kümmern. Die Antwort, wir haben dafür kein Geld, ist angesichts der Auswirkungen dieser Probleme mehr als unangemessen.
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21. Dez 2007, 14:51 |
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Bildung und Aufklärung kann natürlich nie schaden, auch im Bereich Doping nicht. Aber ich denke nicht dass es allzuviel nützen würde, meiner Meinung nach bedarf es klarer Gesetze und strenger Kontrollen, um die Doping-Verwahrlosung im Sport zu beenden.
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30. Dez 2007, 12:07 |
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Immer dann, wenn die Probleme zu groß werden fordert man strengere Strafen und vorsorgliche Abschreckung.
Bis zu einem gewissen Punkt ist das bestimmt richtig.
Aber was nützt das alles, wenn die Ursachen und Gründe für diese Probleme weiterhin bestehen bleiben.
Im Grunde genommen ist es ja jedem klar, es geht ums Geld. Sportler, Manager, Trainer, Ärzte und auch Medien wollen Profit machen. Um dieses Ziel zu erreichen werden alle nur denk- und gangbaren Wege genutzt. Wenn Doping notwendig wird, wird gedopt. Wir haben ein kapitalistisches Wirtschaftssystem und das ist auf Profit ausgerichtet. Niemand kann sich diesem System entziehen.
Also wird weiter gedopt, wahrscheinlich nicht mehr so offensichtlich.
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11. Jan 2008, 23:01 |
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... oder man schafft das System ab, um Doping endlich in den Griff zu bekommen.
Aber Scherz beiseite: Das Streben nach Erfolg (ob finanziell oder in Form von Anerkennung oder beides) wohnt dem Menschen wohl inne. Und es ist so stark, dass es auch zu Dummheiten verleitet, z.B. zu Kriminalität oder dazu, sich selbst (gesundheitlich) zu schaden.
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